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Clau C.

Der 80 jährige Ehemann, hat seine Frau über viele Monate und verschiedene Intensivstationen und Krankenhausaufenthalte begleitet. Täglich hat er den Weg auf sich genommen um sie in Ihrer schweren Zeit zu unterstützen und als ihr Freund und Partner für sie da zu sein.

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Kohärenz der Informationen

Herr Clau C., ein Angehöriger erklärt uns die unterschiedliche Qualität der Informationen, je nachdem, ob sie vom Arzt oder vom Pflegepersonal kommen.

TRANSKRIPTION

E1: Ja. Ja. Nein, das muss ich sagen. Vom Ärzteteam, die haben schon mit mir geredet. Das muss ich sagen. Sie haben mich aufgeklärt und alles. Das Pflegepersonal, die ersten zwei oder drei Monate, als sie dann nachher wieder zu sich kam, wenn ich kam, kam eine von der Station und hat gesagt, Herr XX, einen kleinen Moment. Ich komme gleich zu Ihnen. Sie hat mich aufgeklärt, was während der Nacht gelaufen ist, von dem Zeitpunkt als ich weg war am Abend bis zum nächsten Tag. Das habe ich super gefunden. I : Mhm. E1: Je länger sie dort war, je weniger wurde es. Zum Schluss musste ich immer betteln, dass sie mir überhaupt Auskunft geben, was in der Zeit während der Nacht überhaupt gelaufen ist. Ich habe am Morgen schon mal angerufen und habe gefragt, wie es gegangen ist. Ja, gut und so. Aber immer wenn ich gekommen bin, die ersten Monate, da sind sie von sich aus zu mir gekommen und haben mich wirklich super aufgeklärt. Das muss ich ehrlich sagen. Nachher war es weg. Aus! Nix mehr! Null. Das ist natürlich nicht zufriedenstellend. I : Nein. Das ist richtig. E1: Da musste ich jedes Mal fragen, wie ist es gelaufen? Was ist? Wie sieht es aus? Ist was im Gange? Weil viele Male hatte sie dies oder jenes oder das oder mit der Dialyse, was da gelaufen ist oder irgendetwas. Das musste ich denen alles aus der Nase ziehen. Von sich aus, kam niemand mehr. Das fand ich schlecht. Das fand ich ganz schlecht. I : Wo haben Sie ihr medizinischen Informationen hergeholt? Haben Sie diese vom Team und von den Ärzten oder auch vom Internet? E1: Ich habe weder Internet noch Dings. Das Einzige was ich, da war eine Ärztin. Ich weiss nicht einmal mehr, wie sie hiess. Die war sehr gut. Die hat mich manchmal so separat ins Büro genommen und hat mit mir geredet, wie, was und wo. Das habe ich sehr gut gefunden. Aber so vom Pflegepersonal da war gar nix mehr. Da war null. Und das, ja.

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