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Brunner (Betroffener und Angehöriger, Partner)

Im Alter von 29 Jahren erhielt Herr Brunner die Diagnose eines langsam wachsenden Hirntumors, der nach chirurgischer Entfernung in der Regel eine gute Prognose hat. Rückblickend litt er bereits seit mehreren Jahren an epileptischen Anfällen, die sich häufig in Form von kurzen «Absenzen» gezeigt hatten. Diese Absenzen wurden wahrscheinlich durch den Tumor verursacht. Auf Empfehlung seines Behandlungsteams entschied er sich für eine operative Entfernung des Tumors. Während des Eingriffs kam es zu Komplikationen: Ein operationsbedingter Gefässschaden führte zu einem schweren Schlaganfall.

TEXT

Neue Definition für Lebensqualität

Herr Brunner beschreibt, wie sich sein Blick auf die Lebensqualität durch seine Erkrankung verändert hat. Heute sieht er vieles sehr positiv und schätzt die kleinen Dinge im Alltag.

TRANSKRIPTION

Man hat ja eine bestimmte Definition, wie man seine Lebensqualität definiert und ich kann - als gesunder Mensch hat man ja eine - gibt es ja vieles, was man als Lebensqualität für sich als Muss annimmt und es gibt eine grosse Veränderung, nachdem man so eine Krankheit durchgemacht hat. Dass man Lebensqualität neu definiert. I: Kann ich mir vorstellen. Wie hat sich das bei Ihnen geändert? E1: Ja bei mir hat das eben eine vollkommen neue Ansicht gegeben, ja. Eben als ich das Ganze nachher gelebt habe, die Rehabilitation,ja es hat sich sehr positiv geändert. Ich habe in allem - ja ich weiss nicht, ob es - ob es eine Nahtod Erfahrung war, ich habe in allem viel mehr Freude gesehen. Wirklich. In den Gesprächen, in den Persönlichkeiten. Vor allem Natur, ich habe alles ganz anders angeschaut. Positiv, ja. Das hat sich eigentlich bis jetzt hingezogen, ja. I: Und hätten Sie sich früher vorstellen können mit den Einschränkungen eine gute Lebensqualität zu haben? E1: Vorher denke ich nicht, nein. Denke ich nicht. Nein ich glaube - eben, da weiss ich halt nicht, wie viel es mit meiner damaligen Depression zu tun hat. Damals hätte ich mir das niemals vorstellen können. Jetzt würde ich sogar so weit gehen und sagen: Ich bin froh, hatte ich das. Weil es vieles in meinem Leben verändert hat. Partnerschaft ist eins, das wär sonst nicht zustande gekommen, aber eigentlich auch die ganze Sichtweise wie ich - wie ich alles anschaue. Ich lerne, es viel mehr zu schätzen, was wir haben, so. Und geniesse es.

Weitere Erfahrungen von Brunner (Betroffener und Angehöriger, Partner)

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Brunner (Betroffener und Angehöriger, Partner)

Im Alter von 29 Jahren erhielt Herr Brunner die Diagnose eines langsam wachsenden Hirntumors, der nach chirurgischer Entfernung in der Regel eine gute Prognose hat. Rückblickend litt er bereits seit mehreren Jahren an epileptischen Anfällen, die sich häufig in Form von kurzen «Absenzen» gezeigt hatten. Diese Absenzen wurden wahrscheinlich durch den Tumor verursacht. Auf Empfehlung seines Behandlungsteams entschied er sich für eine operative Entfernung des Tumors. Während des Eingriffs kam es zu Komplikationen: Ein operationsbedingter Gefässschaden führte zu einem schweren Schlaganfall.

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Brunner (Betroffener und Angehöriger, Partner)

Epilepsie als Warnzeichen für einen Hirntumor

Ein gutartiger Tumor löste immer bei Herrn Brunner Absenzen aus.

Krankheitserleben

Schädigung des Gehirns

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Brunner (Betroffener und Angehöriger, Partner)

Herr Brunner sieht seit der Erkrankung die Welt mit anderen Augen

Seit seiner Reha freut sich Herr Brunner viel mehr über Gespräche mit anderen und über die schönen Momente in der Natur.

Krankheitserleben

Schädigung des Gehirns

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Brunner (Betroffener und Angehöriger, Partner)

Eine Arterie wurde während der Operation verletzt

Herr Brunner erlitt aufgrund eines Hirntumors regelmässige «Absenzen» aufgrund epileptischer Anfälle. Um die Anfälle zu reduzieren oder zu verhindern, wurde bei Herrn Brunner ein neurochirurgischer Eingriff durchgeführt. Während dieser Operation kam es zu Komplikationen: Ein operationsbedingter Gefässschaden führte zu einem schweren Schlaganfall. Diese Komplikation führte zu langfristigen Lähmungserscheinungen, die seine Lebensqualität beeinträchtigen.

Krankheitserleben

Schädigung des Gehirns

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Brunner (Betroffener und Angehöriger, Partner)

Es vergeht kein Tag ohne Verspannungen

Aufgrund von Spastiken besucht Herr Brunner regelmässig die Physiotherapie.

Ablauf nach einer akuten Hirnverletzung

Schädigung des Gehirns

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Brunner (Betroffener und Angehöriger, Partner)

Herr Brunner konnte sich nicht bewegen, als er in die Reha kam

Herr Brunner verbrachte drei Monate in der Rehabilitation. Zu Beginn war er vollständig bewegungsunfähig und konnte bestimmte Körperbereiche nicht spüren. Während des Aufenthalts konzentrierte er sich vor allem auf die Wiedererlangung seiner motorischen Fähigkeiten. Schritt für Schritt gewann er Beweglichkeit und Körperempfindungen zurück. Besonders wichtig war ihm, dass die Reha-Einrichtung in der Nähe seiner Heimat lag.

Ablauf nach einer akuten Hirnverletzung

Schädigung des Gehirns

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Brunner (Betroffener und Angehöriger, Partner)

Verändertes Gangbild

Herr Brunner leidet unter Spastiken, die sich bei Stress verstärken. Diese Muskelverkrampfungen beeinflussen sein Gangbild deutlich, sodass die Veränderungen für andere Menschen sichtbar sind.

Identität

Schädigung des Gehirns

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Brunner (Betroffener und Angehöriger, Partner)

Arbeitsbelastung, kognitive Schwierigkeiten und fehlende Unterstützung

Herr Brunner arbeitete als Pflegehilfe auf einer Krankenhausabteilung. Bereits nach einem halben Arbeitstag war er so erschöpft, dass er anschliessend nur noch schlafen konnte. Zusätzlich hatte er Schwierigkeiten, selbst routinemässige Aufgaben zuverlässig zu erfüllen. Tätigkeiten wie Telefonanrufe fielen ihm schwer, da es ihm nicht gelang, sich Daten und Namen ausreichend zu merken. Obwohl er diese Probleme offen ansprach, erhielt er von seinem damaligen Arbeitgeber keine Unterstützung. In der Folge war es ihm langfristig nicht möglich, die Anstellung fortzusetzen.

Herausforderungen nach einer Schädigung des Gehirns

Schädigung des Gehirns

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Brunner (Betroffener und Angehöriger, Partner)

Neue Definition für Lebensqualität

Herr Brunner beschreibt, wie sich sein Blick auf die Lebensqualität durch seine Erkrankung verändert hat. Heute sieht er vieles sehr positiv und schätzt die kleinen Dinge im Alltag.

Herausforderungen nach einer Schädigung des Gehirns

Schädigung des Gehirns

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Brunner (Betroffener und Angehöriger, Partner)

Die Krise lehrte ihm das Leben zu schätzen

Herr Brunner sieht positive Veränderungen in seinem Leben. Er hat gelernt, dass sein Lebensweg seine Sicht auf die Welt geprägt hat.

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