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Alain A.

Herr Alain A. erinnert sich nicht an seine Verlegung ins Krankenhaus. Während des zweiwöchigen künstlichen Koma konnte er zwar die Ärzte und Krankenschwestern hören, war aber nicht in der Lage, selbst zu sprechen. Sein Aufwachen war lang und unruhig. Es wurde berichtet, dass er, als er die Stimmen seiner Familie am Telefon hörte, seine Hände bewegte und sich sein Herzschlag verlangsamte.

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Gehen.

Spazieren zu gehen hat Herrn Alan A. geholfen, eine gewisse Unabhängigkeit wiederzuerlangen.

TRANSKRIPTION

Die Rehabilitation bestand also aus körperlichen Übungen am Fußende des Bettes, wenn ich das so sagen darf, und, und, und. Immer mit Sauerstoff, den sie schließlich nach und nach senkten, bis sie mir schließlich den Sauerstoff ganz abnahmen, weil meine Brustkorbkapazität nicht allzu schlecht war, würde ich sagen, sie war noch nicht in Topform, aber sie war, sie brauchte keinen Sauerstoff mehr. Und nach diesen zwei Wochen, die ich in diesem Zimmer verbracht hatte, ging ich eine Etage tiefer in ein anderes Zimmer mit einer anderen Person und dort waren wir mehr, in Anführungszeichen „pestifiziert“, wenn ich das so sagen darf, und dort konnte ich ins Freie gehen, wo diese Klinik einen wunderschönen Park mit einem wunderschönen Wald hat und dort habe ich mich nach Herzenslust ausgetobt wie ein Zicklein, wenn ich das so sagen darf. Denn nach sechs Wochen, fünf Wochen in geschlossenen Räumen bin ich es gewohnt, nicht allzu viel zu laufen, würde ich sagen. Es tut gut, an der frischen Luft zu sein. Und da ging es mir wirklich gut. Ich bin jeden Tag spazieren gegangen, also zunächst eine halbe Stunde, dann konnte ich ein bisschen mehr laufen. Und einen Monat später, vielleicht auch etwas weniger, drei Wochen später, sind wir in den Jura gefahren und da konnte ich ungefähr drei Stunden wandern.

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