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Petra P.

Über 6 Monate wurde Frau Frau Petra P.auf verschiedenen Intensivstationen und in der Rehabilitation behandelt. Zum Teil hat sie diese Aufenthalte vergessen. Mit grosser Anstrengung und viel Geduld ist es ihr gelungen nach Hause in ein selbstständiges Leben zurückzukommen. Grosse Unterstützung fand sie in ihrem Mann und der Familie.

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Patienten nicht ignorieren

Frau Petra P. fand es nicht gut, dass das Pflegepersonal nicht mit ihr, sondern untereinander oder mit ihrer Familie sprach.

TRANSKRIPTION

E : Ganz schlimm. I : Ganz schlimm. Was war das schlimmste? E : Eben, dass die haben mich immer ignoriert, die Pflegerinnen. Haben Witze gemacht nebenzu und ich bin dagelegen so hilflos, da schau. Das ist halt, das ist das. Das finde ich schade. I : Ja, die haben nicht viel mit Ihnen geredet? E : Nein, nicht so viel. I : Haben Sie Gefühl, dass die sich nicht zugewendet haben Ihnen? E : Ja. Ja. I : Und sonst reden war nur Ihr Mann, oder? E : Ja, war nur mein Mann und meine Kinder. I : Und die Kinder, die Familie? E : Ja. Die haben, sind ab und zu gekommen, klar wie es geht ….. I : Was hätten Sie lieber, was sollen die auf der Intensivstation anders machen? E : Also auf der Intensiv; einfach mal die Pflege schon mal ein bisschen anders aufbauen. Das hat mich gestört am meisten: "ja ja, wir kommen gerade" und rennen zehn Mal an einem vorbei und kommen nicht. Das hat mich furchtbar gestört. Bisschen freundlicher. I : Ich höre Ihnen zu. E : Ja. I : Haben Sie sich einsam gefühlt? E : Einsam, wenn ich abends allein war, aber sonst war ja immer mein Mann da. I : Damals ein bisschen? E : Ja, ja. Und Kinder mal und so, aber…. I : Sie sind nicht wahrgenommen worden als Mensch, oder? E : Ja. I : Das ist das, was Sie gestört hat? E : Ja. I : Die haben Ihren Job gemacht. Und das wünschen Sie sich anders. E : Ja.

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