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Igor I.

Weisses Licht und unklare Erinnerungen begleiten Herrn Igor I.. Nach einem schweren Verkehrsunfall wurde er 3 Wochen intensivmedizinisch behandelt. Es wurden verschiedene Operationen durchgeführt. Diese Erfahrungen auf der Intensivstation mit der Notwendigkeit von Beatmung, starken Medikamenten und Einschränkungen in der Individualität würde er gerne in einem Film mit anderen teilen.

TEXT

Körpersprache

Herr Igor I. erklärt, wie er sich mit Händen und Füßen verständigt hat.

TRANSKRIPTION

E : Ich habe mich dann schriftlich verständlich gemacht mit Kopfnicken und Schütteln und mit dem aufschreiben. E : Dann haben Sie es ENDLICH verstanden. Dann war ich sehr froh, als sie das Morphin abgesetzt haben. I : Darf ich kurz fragen? Wie lange waren Sie intubiert? Oder hatten Sie auch einen Luftröhrenschnitt? E : NNein, ich hatte keinen Luftröhrenschnitt. Ich wurde intubiert. Ich lag einen Monat lang im Koma und dann war der (?) ein weiterer Monat. I : Aber Sie hatten dann schon keinen Beatmungsschlauch, d.h. den Tubus, mehr? E : Den hatte ich zwei Monate lang. I : Entschuldigung, nur zum Verständnis. Denn häufig wird über die Luftröhre dann dieser Schnitt gemacht. E : Nein. Ich hatte nichts. I : Okay. Danke. E : Das war auch sehr schlimm. Das Nicht-sprechen können. I : Ja. Erzählen Sie ein bisschen. Wie haben Sie sich verständigt? E : Ja, entweder mit den Händen oder mit Kopfschütteln. E : Dann habe ich immer wieder versucht zu sprechen. Das ging aber nicht. I : Ich weiss. E : Ich finde so zwei Monate einfach wahnsinnig lang. Den ersten Monat habe ich ja nicht sehr viel mitgekriegt, aber im zweiten Monat dann schon.

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